Anwalt István Cocron erläutert aktuelle Entwicklungen zur Rückforderung von Glücksspielverlusten
Felix Müller · Nov 4, 2026

Anwalt István Cocron erläutert aktuelle Entwicklungen zur Rückforderung von Glücksspielverlusten

Rechtsanwalt István Cocron, der seit 2019 Spieler gegen Betreiber von Online-Casinos und Sportwetten vertritt, präsentiert in einem Vortrag die sich wandelnde Rechtslage zur Rückforderung von Verlusten bei nicht lizenzierten Anbietern in Deutschland, wobei er jüngere Entscheidungen höherer Gerichte einbezieht und praktische Fragen der Durchsetzung behandelt.
Hintergrund zu Cocron und dem Vortragsthema
Der Anwalt konzentriert sich seit mehreren Jahren auf Fälle, in denen Verluste bei Anbietern ohne deutsche Lizenz entstanden sind, und er stellt in seinem Vortrag dar, wie sich die Möglichkeiten zur Rückforderung durch neue Urteile verändert haben, während er zugleich auf die zeitlichen Grenzen eingeht, die bis zu zehn Jahre rückwirkend reichen können.
Verfahren beim Bundesgerichtshof
Das Verfahren vor dem Bundesgerichtshof bildet einen zentralen Bestandteil des Vortrags, denn dort laufen Leitverfahren, in denen die Frage der Rückforderbarkeit von Spielverlusten grundsätzlich geklärt werden soll, mit der mündlichen Verhandlung am 17. September 2026 in Karlsruhe und einer Entscheidung, die für den 28. Januar 2027 erwartet wird.
Beobachter verfolgen diese Termine genau, weil die höchstrichterliche Klärung Auswirkungen auf zahlreiche laufende und künftige Klagen haben wird, während zugleich die Zuständigkeit deutscher Gerichte auch bei Spielen mit Anbietern aus dem Ausland bestätigt wurde.
Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
Ein weiteres wichtiges Datum bildet der 19. November 2026, an dem der Europäische Gerichtshof in der Rechtssache C-683/24 über die Vollstreckung ausländischer Urteile gegen maltesische Betreiber unter der sogenannten Bill 55 entscheiden wird, sodass die Ergebnisse dieser Verhandlung die Durchsetzung von Ansprüchen in Deutschland beeinflussen können.

Praktische Aspekte der Durchsetzung
In seinem Vortrag geht Cocron auch auf die konkreten Schritte ein, die Betroffene unternehmen müssen, um Verluste geltend zu machen, und er erläutert, unter welchen Voraussetzungen Anbieter ohne deutsche Lizenz zur Erstattung verpflichtet sind, wobei die Frist von bis zu zehn Jahren rückwirkend eine entscheidende Rolle spielt.
Die Durchsetzung solcher Ansprüche hängt dabei von der Vollstreckbarkeit der Urteile ab, und Cocron zeigt anhand von Beispielen, wie Gerichte bisher entschieden haben, während er zugleich auf die Besonderheiten bei ausländischen Betreibern eingeht.
Ausblick auf die kommenden Termine
Die genannten Termine im September und November 2026 sowie die Entscheidung im Januar 2027 geben den Rahmen vor, innerhalb dessen sich die Rechtslage weiterentwickeln wird, und Cocron stellt in seinem Vortrag dar, welche Konsequenzen diese Entscheidungen für laufende Verfahren haben können.
Fazit
Der Vortrag von István Cocron fasst die aktuellen Entwicklungen zusammen und bietet Betroffenen sowie Interessierten einen Überblick über die rechtlichen Möglichkeiten zur Rückforderung von Verlusten bei nicht lizenzierten Online-Glücksspielanbietern, wobei die bevorstehenden Gerichtsentscheidungen im Jahr 2026 und 2027 die weitere Ausgestaltung dieser Ansprüche maßgeblich bestimmen werden. Weitere Informationen zum Vortrag sind auf der Website des Anwalts verfügbar.